Drogenscreening im Urin: neues Testverfahren

Anstelle der bisherigen Drogenscreenings "klein" und "groß", im Sinne einer vordefinierten Auswahl an Testen auf häufig konsumierte Substanzen, können wir Ihnen jetzt ein echtes, d. h. ungezieltes, quantitatives Drogenscreening im Urin mittels eines chromatographischen Verfahrens (LS-MS-MS) anbieten. Damit können eine Vielhzahl von Drogen und missbräuchlich verwendeter Medikamente in einem Analysegang nachgewiesen werden. Eine Übersicht der erfassten Substanzen und Metabolite finden Sie im Anhang (siehe unten). Im Gegensatz zu immunchemischen Methoden ist die Bestätigung eines positiven Befundes nicht mehr notwendig.

Im Test nicht erfasst werden Trizyklische Antidepressiva. Diese müssen bei entsprechendem Verdacht gesondert angefordert werden. Die Möglichkeit des gezielten Nachweises einzelner Substanzgruppen mittels immunchemischer Methoden besteht selbstverständlich weiterhin. Diese Nachweise sind, sofern es sich um max. 3 Substanzgruppen handelt, kostengünstiger als das neue Drogenscreening, die Gruppen müssen einzeln angefordert werden. Bitte denken Sie daran gegebenenfalls Ihre star.net-Favoriten zu ändern.

Die Kosten für die Untersuchung setzen sich wie folgt zusammen (GOÄ; 1,15-fach):
 
Drogenscreening im Urin (4210) 60,33 €  
Kreatinin im Urin (3585) 2,68 €  
Gesamt   63,01 € zzgl. Material- und Versandkosten
 
Eine Abrechnung bei gesetzlich versichterten Patienten ist nur möglich, wenn eine medizinische Indikation für die Untersuchung besteht (z. B. V. a. Intoxikation oder Beikonsum bei Substitutionsbehandlung). Da wir keine Akkreditierung für forensische Zwecke besitzen, ist das Ergebnis nicht für die Vorlage bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) verwendbar.
 

Folgende Substanzen und Metabolite werden durch das Screening erfasst:

Amphetamine:
Amphetamin (Speed), BDB, Butylon, Cathinon, MBDB, MDA, MDEA, MDMA (Ecstasy), MDPV, Mephedron, Methamphetamin (Crystal Meth), Methaqualon, Methylon, Methylphenidat, Ritalinsäure

Benzodiazepine / Z-Drugs:
Alprazolam, Hydroxyalprazolam, Bromazepam, Hydroxybromazepam, Brotizolam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Norclobazam, Clonazepam, Aminoclonazepam, Demoxepam, Flurazepam, Desalkylflurazepam, Flunitrazepam, Aminoflunitrazepam, Diazepam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Midazolam, Hydroxymidazolam, Nitrazepam, Aminonitrazepam, Nordiazepam, Oxazepam, Prazepam, Temazepam, Triazolam, Hydroxytriazolam, Zolpidem, Zopiclon

Cannabinoide:
THC-Säure (THC-COOH)

Kokain:
Benzoylecgonin, Kokain, Kokaethylen

LSD:
LSD, 2-Oxo-3-Hydroxy-LSD

Opiate / Opioide:
Acetylcodein, Buprenorphin, Norbuprenorphin, Codein, Dihydrocodein, Fentanyl, Norfentanyl, Hydrocodon, Hydromorphon, Meperidin, Normeperidin, Methadon, EDDP, Morphin, 6-Monoacetylmorphin, Naloxon, Naltrexon, Oxycodon, Oxymorphon, Papaverin, 6-Desmethyl-Papverin, Propoxyphen, Sufentanil, Tapentadol, Nortapentadol, Tilidin, Nortilidin, Tramadol, O-Desmethyltramadol

Weitere psychoaktive Substanzen:
Gabapentin, Pregabalin, Promethazin, Quetiapin, Ketamin, Norketamin, Mescalin, Phencyclidin (PCP)

Barbiturate:
Phenobarbital, Thiopental, Pentobarbital, Allobarbital, Amobarbital, Barbital, Scobarbital, Butalbital, Secbutabarbital, Hexobarbital
 
 
 
07.05.2021