Einstellung des Variantenscreenings mittels PCR

Mit dem Aufkommen der Omicron-Variante hatten wir die VOC-PCR vorübergehend wieder aufgenommen. In der KW 1 waren bei uns 71,6 % der getesteten Proben Omicron positiv, in der KW 2 betrug der Omicron-Anteil bereits knapp 90 %.

Wieder einmal - hoffentlich das letzte Mal - steigen die PCR-Anforderungen auf SARS-CoV-2 massiv an. Die Positivenrate (ohne Schultestungen) liegt bei 29,6 %. Die weitere Durchführung der VOC-PCR für eine so große Zahl von Proben ist nicht mehr zu leisten. Die Ressourcen, die die VOC-Testung im Labor bindet, werden für diagnostische Testungen benötigt.

Wir sehen das VOC-Screening mittels PCR in der momentanen epidemiologischen Situation nicht mehr als sinnvoll an. Da Isolations- und Quarantänemaßnahmen künftig nicht mehr von der die Infektion verursachenden Variante abhängen, hat das Ergebnis auch keine Konsequenzen mehr. Vor diesem Hintergrund stellen wir die VOC-PCR bis auf weiteres ein.

Bitte beachten Sie:
Wir werden weiterhin entsprechend der Coronavirus Surveillance Verordnung (CorSurvV) eine ausreichende Zahl zufällig ausgewählter Proben einer Sequenzanalyse zuführen. Zusätzlich besteht für die Gesundheitsämter weiterhin die Möglichkeit, für einzelne positive Proben zur Klärung spezieller epidemiologischer Fragestellungen eine Sequenzierung nachzufordern (ausreichende Viruslast vorausgesetzt).
Im Gegensatz zur VOC-PCR, die nur gezielt wenige bekannte Mutationen erfassen kann, wird bei der Sequenzierung das gesamte Virusgenom analysiert. Neue potentiell problematische Varianten und Subvarianten des Virus können nur mittels Sequenzanalye (und nicht über die VOC-PCR) identifiziert werden.

Für Rückfrragen stehen wir gerne zur Verfügung.
18.01.2022